DIE GEOLOGISCHE ZEIT

Die Gesteinsbildung der Dolomiten

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Die Dolomiten wuchsen langsam über einen ausgedehnten geologischen Zeitraum von mehreren Millionen Jahren hinweg, wie ein grandioses, von Mutter Natur geformtes Kunstwerk. Bevor noch die Gebirgsbildung die Felsen der Dolomiten in mehr als 3000 Meter Höhe emporragen ließ, erlaubte die Natur zunächst die Bildung dieses Felsgesteins. In einer sehr lange zurückliegenden Epoche, in der Zeit der Trias vor ca. 200 bis 250 Millionen Jahren, lagerten sich auf dem Boden eines tropischen Meeres Sandbestände, Schluffe und Schlämme ab, die durch die Lithogenese zu Sedimentgestein wurden.

 

 

 Die Gebirgsbildung der Dolomiten

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Im Eozän, vor ca. 40 bis 50 Millionen Jahren, näherten sich Afrika und Europa ständig und allmählich einander an, um einige Zentimeter pro Jahr. Daraus wurden im Lauf von mehreren Millionen Jahren Kilometer der Annäherung, und die Dolomiten begannen auch schon, in die Höhe zu wachsen. Vor ca. 15 bis 20 Millionen Jahren wurde der Meeresgrund deformiert und ragte aus dem Wasser in die Höhe, letztendlich bis zur Höhe eines Gebirges.

 

Die Formbildung der Dolomiten

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Die Schaffung ihrer heutigen Form und Landschaft erfolgte beginnend vor 2 bis 3 Millionen Jahren durch die Erosion und Abtragung eines Teils des Felsgesteins als Folge von atmosphärischer Verwitterung. Als Ergebnis der letzten Eiszeit, die vor 80.000 Jahren begann und vor 8.000 bis 10.000 Jahren endete, erschien die Landschaft von unsagbarer Schönheit, wie wir sie heute kennen, bereits in ihrer nahezu endgültigen Form. Letzte kleinere Veränderungen erfolgten erst nach dem Ende der Eiszeit. Das Schmelzen der Eisschichten, die bisweilen bis zu 1.500 Meter dick waren, erzeugte Bäche, Ströme und Flüsse, welche Gesteinstrümmer abtrugen und fortspülten. Einige Gebirgswände hielten nach der Befreiung vom Eis nicht mehr stand, was zu Lawinen bis ins Tal führte.